Chronik1)

1888 Pfarrer Peter Koser gründet mit 15 jungen Männern den Katholischen Kirchenmusikverein Gau-Algesheim
1889 Am Weißen Sonntag spielt die junge Kapelle unter der Leitung von J. M. Wötzel erstmals auf
Am 18. August wirkt die Kirchenmusik bei der Einweihung der Kirche mit.
1893 Unter Pfarrer Georg Heinrich Kirstein, dem späteren Bischof von Mainz, erhält der Kirchenmusikverein die ersten Statuten
1898 Das erste Konzert der Kirchenmusik, die inzwischen an Ansehen und Qualität des Spiels gewonnen hatte, wird zu einem erstaunlichen Erfolg.
1903 Der Zweite Vorsitzende des Vereins (erster Vorsitzender ist den Statuten gemäß immer der Pfarrer), Eduard Hattemer I., führt die Kirchenmusik von der Gründung an durch alle Schwierigkeiten, unter anderem auch über den Pfarrerwechsel dieses Jahres hinaus.
1913 Das 25jährige Stiftungsfest nimmt einen schönen Verlauf. Unter Leitung des rührigen Dirigenten August Förster entwickelt sich die Kirchenmusik zu einem beachtlichen Klangkörper von jetzt etwa 20 aktiven Musikern.
1914 Der bis 1918 andauernde Erste Weltkrieg unterbricht die Entwicklung der Katholischen Kirchenmusik.
Fünf Musiker fallen.
1922 Jetzt erst kann die Arbeit der Kirchenmusik in geordneten Bahnen fortgesetzt werden, obschon notdürftig zu allen kirchlichen Festen gespielt worden war.
1928 Beim 40jährigen Jubiläum erweist sich die Kirchenmusik als angesehener Verein im kirchlichen und städtischen Bereich
1933 Die Kirchenmusik läßt sich von den neuen Machthabern nicht vereinnahmen.
1938 Unter Heinrich Geisendörfer, einem Chormeister aus Mainz, begeht die Kirchenmusik ihr 50jähriges Stiftungsfest. Mit Wohlwollen protegiert die Kappele seit 1910 Geistlicher Rat Josef Rudolf
Der bis 1945 andauernde Zweite Weltkrieg fordert aus der Schar der Aktiven drei Gefallene, einer blieb vermißt, viele blieben lange in Gefangenschaft, andere kehrten schwer verwundet heim.
1946 Unter Dirigent Adam Deist erlebt die Katholische Kirchenmusik durch die Neuaufnahme zahlreicher junger Mitgleider einen raschen Aufschwung.
1948 Der Katholikentag in Mainz am 5. September wird zu einem gewaltigen Erlebnis der Bläserchöre. Ein Wusch aus den 20er Jahren wird Wirklichkeit: Der Diözesanverband unter Leitung von Domorganist Heino Schneider kann gegründet werden
1949 Das 60jährige Vereinsjubiläum hat die Kirchenmusik um ein Jahr verschoben - einmal, wegen des Katholikentags, aber vor allem, weil noch immer auf Mitglieder in Gefangenschaft gewartet worden war.
1952 In diesem Jahr löste Eduard Hattemer II. den lanjährigen Vorsitzenden Mathias Kaiser in der Leitung des Vorstandes ab. Pfarrer Josef Krämer, der in diesem Jahr die Pfarrei Gau-Algesheim übernahm, wird nunmehr Präses des Vereins.
1963 Die Katholische Kirchenmusik feiert mit vielen Freunden ihr 75jähriges Bestehen im Mittelpunkt aller Feiern steht immer der Gottesdienst.
1965 Unter Leitung von Dirigent Nikolaus Bischel, der die Kapelle 1952 übernahn, erhalten zahlreiche Nachwuchsspieler eine ausgezeichnete Ausbildung. In Gau-Algesheim findet daher ein eigenes Diözesantreffen der Jungbläser statt.
1972 Die Katholische Kirchenmusik Gau-Algesheim knüpft immer weitreichendere freundschaftliche Beziehungen. Vor allem auch nach Deuchelried. Zu der dort beheimateten Musikkapelle bestehen auch heute noch gute Kontakte.
1973 Die ersten weiblichen Mitglieder werden in der KKM aktiv.
1977 Rudi Mehl, der die Kirchenmusik elf Jahre dirigierte, wird von Philipp Eckert - der seit 1970 Vorsitzender ist - verabschiedet. Neuer Dirigent wird Josef Noe.
1979 Zur Generalversammlung erscheint zum ersten Mal der neue Diözesanpräses Dieter Best. In diesem Jahr verabschiedet sich Pfarrer Jakob Stumpf, der seit 1966 Präses der Kirchenmusik war. Neuer Präses wird Pfarrer Dr. Ludwig Hellriegel, selbst Tenorhornist.
1980 Die Kirchenmusik Gau-Algesheim spielt beim Besuch des Papstes in Mainz-Finthen. Sie erhält in der Folgezeit Aufträge von Fernsehen und Rundfunk, und wird weit über die Grenzen der engeren Heimat hinaus bekannt.
1983 Die KKM kann in ihr neues Probelokal im Pfarrer-Koser-Haus einziehn. Bedingungen sind damit geschaffen, der stets wachsenden Aktivenschar gerecht zu werden. Diözesanbläserchorleiter Karl Bläser übernimmt die Kapelle.
1984 Die Kirchenmusik spielt bei der Weihe des neuen Bischofs Prof. Dr. Dr. Karl Lehmann. Anwesend sind u.a. Bundeskanzler Helmut Kohl und Ministerpräsident Vogel, denen Gau-Algesheim nicht unbekannt ist.
1987 Die jährlichen Konzerte der Katholischen Kirchenmusik Gau-Algesheim erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Annähernd 1000 Besucher spenden eifrigen Applaus für die inzwischen auf 70 Aktive angewachsene Bläserschar.
1988 Der Verein feiert sein 100jähriges Bestehen, und wird aus diesem Anlaß von Bundespräsident Richard von Weizsäcker mit der Pro-Musica Plakette ausgezeichnet.
An Pfingsten findet ein großes Blasmusikfest statt, an dem auch der Diözesanverband sein 40jähriges Bestehen feiert.
1989 Die KKM ernennt ihren langjährigen Dirigenten Kapellmeister Karl Bläser zum Musikdirektor.
1990 Jürgen Hattemer übernimmt den Vorsitz des Vereins. Sein Vorgänger Philipp Eckert, der das Amt seit 1970 inne hatte, wird zum Ehrenvorsitzenden ernannt.
Beim traditionellen Jahreskonzert am Palmsonntag präsentiert sich die KKM unter neuer Führung. Kammermusiker Joachim Nitschmann hat die musikalische Leitung des Orchesters übernommen.
1996 Im September begrüßt man in Gau-Algesheim die Freunde aus Deuchelried und feiert gemeinsam das 25jährige bestehen der Vereinsfreundschaft.
1999 Gau-Algesheim feiert 15-Jahre Städtepartnerschaft mit Caprino Veronese. Aus diesem Anlass fährt die KKM im Mai in die italienische Gemeinde. Im September begrüßen die Musiker ihre "Kollegen" aus Caprino in Gau-Algesheim.
2000 Im Oktober übernimmt Paul-Heinrich Wellnitz die musikalische Leitung des 74 Mann und Frau starken großen Orchesters
2001 Auf den Besuch der Deuchelrieder in Gau-Algesheim folgt ein prompter Gegenbesuch. Eine kleine Gruppe vornehmlich Jugendlicher Gau-Algesheimer Kirchenmusiker nimmt zwischen den Jahren am traditionellen Schnorranten im Allgäu teil.
2003 Bei der Generalversammlung werden mit Christine Diehl (Schriftführerin) und Judith Hartfiel (Jugendvertreterin) zum ersten mal Frauen in den Vorstand der Kirchenmusik gewählt.
Neben dem traditionellen Jahreskonzert am Palmsonntag veranstaltet die Katholische Kirchenmusik im Rahmen des Patronatsfestes am 23.September ein Benefizkonzert zu Gunsten der Renovierung der Pfarrkirche.
2004 Die hervorragende Nachwuchsarbeit trägt Früchte: bei der Generalversammlung werden 11 neue Mitglieder offiziell in das große Orchester aufgenommen.
Zu den Höhepunkten im Vereinsjahr zählt die Fahrt in die italienische Partnerstadt Caprino Veronese, wo die Kirchenmusik bei den Feierlichkeiten zum 20jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft mitwirkt.
2005 Wenige Wochen vor unserem Jahreskonzert bricht sich unser Dirigent Heiner Wellnitz den Arm. Diesen Unfall wie auch die Geburt seines dritten Kindes nimmt er zum Anlaß, unserem Verein den Rücken zu kehren. Zum Glück haben wir in der Person unseres 1. Vorsitzenden Jürgen Hattemer einen erfahrenen Ersatzmann, so daß der 1. Höhepunkt im Vereinsjahr nicht in Gefahr gerät.
Unter seiner Leitung findet auch das am 23.07. erstmals ausgetragene Open-Air-Motto-Konzert auf der Marktplatz-Bühne statt: "Die Sommernacht der Musicals"
Im September hat die lange Suche endlich ein Ende: Mit Karl-Ernst Eschborn haben wir wieder einen Dirigenten.
2006 Erstmals in der Vereinsgeschichte wird mit Walburga Grieb eine Frau für 25jährige aktive Vereinsmitgliedschaft geehrt.
Das Open-Air-Konzert steht unter dem Motto: "Musik und Fußball verbinden die Welt" - es ist das Jahr der Fußballweltmeisterschaft im eigenen Land
2007

Höhepunkt im Vereinsjahr ist der 4-tägige Ausflug nach München.
Zum Jahresende beendet Herr Eschborn seine Tätigkeit als Dirigent.

2008

Im Rahmen der Ehrenamtsförderung erhält die katholische Kirchenmusik eine Zuschuss zur Anschaffung neuer Instrumente für die Bläserklasse. 
Anfang September tritt Stephan Hofmann seine Tätigkeit als Dirigent an.

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1) vgl. Pfarrer Dr. Ludwig Hellriegel: "100 Jahre Katholische Kirchenmusik Gau-Algesheim", Beiträge zur Geschichte des Gau-Algesheimer Raumes (Hrsg.: Carl-Brilmayer-Gesellschaft), Band 24/1988. Erschienen anläßlich des 100jährigen Vereinsjubiläums.